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Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.

Lemmy Kilmister
Ace Frehley
Keine Kompromisse
Rezension © 2012 by Klaus Spangenmacher für musikola.de

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: I. P. Verlag Jeske/Mader
Auflage: 1 (20. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3931624706
ISBN-13: 978-3931624705
Originaltitel: No Regrets

Kurzbeschreibung
Kiss - Make-up - und mehr Im Dezember 1972 schalteten zwei Musiker eine Kleinanzeige im amerikanischen Magazin Village Voice. Ihr Wortlaut: "Gitarrist gesucht. Handwerklich fit, optisch ansprechend." Ace Frehley war der festen Meinung, er besitze beides und so bewarb er sich. Der Rest ist Rock 'n' Roll-Geschichte ...
Und die erzählt Ace Frehley schonungslos ungeschminkt in seiner Autobiografie "Keine Kompromisse".
Eigentlich war er nur ein unscheinbarer Junge aus der Bronx, der zu fernen Galaxien schielte. Aber immer wenn er seine Gitarre umschnallte und sich Sterne ins Gesicht malte, dann wurde Ace Frehley zum Spaceman und half Kiss zu einer der populärsten Bands des Universums zu werden. Zum ersten Mal enthüllt Ace Frehley nun seine ur-eigene Sichtweise der Bandhistorie ohne Gewissensbisse und ohne Kompromisse.
Für Kiss-Fans ist das Buch eine riesige Fundgrube voller ungeschönter Fakten. Ace eröffnet dem Leser einen direkten Blick hinter die Kulissen von Kiss und schaut zurück auf die legendären Anfänge der Band. Er war es, der das ominöse Logo mit den Doppelblitzen entworfen hat, seine Mutter nähte die ersten Kostüme. Kiss bestanden von jeher aus zwei Parteien - die Partybrigade Peter Criss und Ace Frehley auf der einen Seite - Gene Simmons und Paul Stanley auf der anderen. Thematisiert wird der wirkliche Hintergrund der Bandauflösung, ihre triumphale Rückkehr eine Dekade später sowie Aces durchaus erfolgreiche Solokarriere.Space Ace erzählt unglaubliche Geschichten aus dem Big Apple: In der legendären Discothek Studio 54 tanzte er mit der "Bionic Woman" und zog mit John Belushi um die Häuser. Für Jimi Hendrix schleppte er die Gitarrenkoffer. Letzendlich stellt sich Frehley auf seiner Reise durch das Rockuniversum aber auch den eigenen Dämonen und verarbeitet seine Flucht in Alkohol, Drogen und Selbstzerstörung.
Über den Autor
Gründungsmitglied und legendärer Leadgitarrist von Kiss, mit denen er zusammen über 100 Millionen Tonträger verkauft hat. Kiss gelten als eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten. Frehley ist heute erfolgreicher Solokünstler.

Meine Meinung:
Es hat zum Glück nicht lange gedauert, bis die deutsche Übersetzung von „No Regrets: A Rock 'n' Roll Memoir“, (im Original bei MTV Books veröffentlicht), nun beim I. P. Verlag  auf dem deutschen Markt erschienen ist.
Nachdem Gene Simmons in seiner Biografie schon viel über KISS zum Besten gegeben hat und auch dort klar wurde, dass Ace und Gene nie das beste Verhältnis hatten, können wir nun auch erfahren, wie das ganze sich aus der Sicht von Paul Daniel Frehley, wie er vor der Zeit von KISS hieß, zugetragen hat. ACE erzählt alles recht offen und schonungslos ehrlich, ohne aber in unfaires Lästern abzugleiten. Auch gibt er unumwunden zu, daß er seinen Anteil an der späteren Trennung von KISS hatte. Er berichtet erbarmungslos über seinen ausschweifenden Kosum von Kokain und Alkohol, wodei er aber immer wieder betont, dass Heroin und LSD nie ein Thema für ihn waren. Sehr wichtig ist für ihn aber, daß er nach eigener Aussage seit 2005 komplett clean ist.
Desweiteren erfahren wir einiges konkretes über die Gründe seines Ausstiegs nach dem „The Elder“ Album. Auch die problematischen Reunionversuche und -tourneen zwischen 1995 und 2002 liefern interessante Einblicke und er verliert auch einige Worte über Tommy Thayer, der ihn 2002 dann bei KISS ersetzte. Natürlich geht die Biografie auch auf seine diversen mehr oder minder erfolgreichen Soloalben "danach" ein, wobei ich persönlich Anomaly für erwähnenswert halte.
Auf einen angeblichen Selbstmordversuch im Jahr 2007 reagierte ACE übrigens absolut genial mit dem Mark-Twain-Zitat: „Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben“.

Fazit:
Ein gut zu lesendes Buch, das überraschend gut und spannend geschrieben ist

Meine Wertung:
5 von 5 KISSes

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