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Zimmerlautstärke ist, wenn ich meine Musik in allen Zimmern gut hören kann.

Mick Wall

Run to the Hills

Die offizielle Biografie von Iron Maiden

Copyright der Rezension 2013 by Martin Wagner für MusikOla.de

Iron Pages Books
Titel: Run To The Hills
Die offizielle Biographie von Iron Maiden
Sprache: Deutsch
Publikationsjahr: 2005
Autor: Mick Wall
Übersetzung: Klaas Ilse
Covergestaltung: Peacock Design
Fotos: Ross Halfin, Simon Fowler, George Chin u.a.
Umfang: 320 Seiten
Bindung: Softcover
Preis: 19,90€

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Eine Biografie, also die Erzählung des Lebenslaufes einer Person oder einer Gruppe, klingt auf den ersten Blick nicht unbedingt interessant, denn, wer will schon den kompletten Lebenslauf einer Person lesen? Die Antwort ist recht einfach. Zuerst muss man sich anschauen, wessen Leben in der Biografie nacherzählt wird. Ist das geklärt, dann braucht man nur noch ein Fan oder zumindest jemanden der an der Person interessiert ist zu sein und schon hat man die Antwort gefunden. Es ist klar, dass Biografien berühmter Personen oder Gruppen mehr Leser anlocken als die Biografie irgendeines Menschen, den keiner kennt. Hat die Person oder die Gruppe dann noch für Aufsehen gesorgt, ist das natürlich noch besser.

Iron Maiden, die Band, über die die vorliegende Biografie handelt, hat nicht nur viele Fans und ist auch sehr berühmt, sie haben in all den Jahren auf für viel Aufsehen gesorgt. Eine offizielle Biografie besitzt also jede Menge Potential. Geschrieben wurde die Biografie unter dem Titel „Run To The Hills – Die offizielle Biographie von Iron Maiden“ von Mick Hall, Fan und Freund der Band und den Personen dahinter. Genau diese Verbindung des Autoren zur Band und den wichtigen Personen im Hintergrund ermöglichte es ihm auch, diese Biografie durch Gespräche und Interviews mit alten Mitgliedern, Freunden und anderen Weggefährten dazu zu bringen, die Seele Iron Maidens und der Bandmitglieder zu offenbaren. Dank Iron Pages Books und dem Übersetzer Klaas Ilse können nun auch deutsche Fans tief ins Herz der Band schauen.

Mit den Informationen zum Autor, gegeben von Steve Harris, beginnt die Biografie. Anschließend stellt Mick Hall seine Intention vor und macht deutlich, dass es ihm um die großen Ereignisse und das große Ganze geht und nicht um die Groupies und die Partys hinter der Bühne.
Doch trotz dieses Versprechens oder der Drohung, geht er in den Beschreibungen der Protagonisten, sprich den Mitgliedern der Band, sehr detailliert vor. Den Anfang macht natürlich Steve Harris. Freunde und die Familie und auch der Beschriebene selbst, plaudern aus dem Nähkästchen und liefern ein Bild ab, dass den Kopf Iron Maidens für jeden erfahrbar macht. Nicht weniger beschreibend sind die Informationen zu Dave Murray, Paul Di'Anno, Clive Burr, Bruce Dickinson und den anderen aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Band. Die Band hat viele Gesichter und im jeweiligen Kapitel finden sich ihre Geschichten und diese liefern zusammen ein gutes Bild der Bandgeschichte, vom langsamen aber bombastischen Aufstieg bis zu den Megaerfolgen der letzten Jahre bis ins Jahr 2005.
Doch ohne weitere Personen und bestimmte Ereignisse, ist dieses Bild nicht komplett. Dementsprechend finden sich im Buch auch Kapitel die sich mit den wichtigsten Konzerten und Touren der Band, zum Beispiel die Konzerte in den USA und Rock in Rio, und auch mit den Männern im Hintergrund beschäftigen, wie zum Beispiel Rod Smallwood, der langjährige Manager der Band, und Martin Birch, der Produzent. Darüber hinaus erhält auch die neue Welle des britischen Heavy Metal, New Wave of British Heavy Metal, und die neuen Alben eigene Kapitel - ältere Alben werden in den Beschreibungen der Bandmitglieder verarbeitet und dort beschrieben.
Zwischen den biografischen Informationen finden sich an vier Stellen im Buch Bilder aus dem Fundus verschiedener Bandfotografen aber auch aus privaten Sammlungen der Bandmitglieder. Auch diese sorgen dafür, dass ein nahezu komplettes Bild der Bandgeschichte entsteht und sie erzählen auch eigene kleine Geschichte, die die Band und die Bandmitglieder noch sympathischer machen.
Den Abschluss des Buches bildet ein detaillierter Index, der deutlich macht, wie ernst der Autor seine Aufgabe genommen hat. Ein Quellen- und Literaturverzeichnis findet man leider nicht, der Autor hat aber in der Biografie kenntlich gemacht, woher er seine Informationen hat. Um aber als perfekte Biografie zu gelten, hätte so ein Verzeichnis nicht fehlen dürfen.

Perfekt ist diese Biografie aber sowieso nicht. Das liegt nicht an fehlenden Informationen oder an inhaltlichen Fehlern, hier wurde alles richtig gemacht, das liegt nur an handwerklichen Dingen. Zum einen ist das Buch an einigen Dingen sehr langweilig geschrieben, hier hätte der Autor, oder der Lektor, durch die Art des Schreibens sicher besseres erreichen können. Zum anderen liegt es auch am Layout, hier hätte der Verlag für etwas mehr Unterhaltung sorgen müssen anstatt ein reines Textfragment im Blocksatz zu veröffentlichen. Mal hier ein Bild oder eine schöne Umrandung hätten schon gereicht.
Nicht perfekt bedeutet aber nicht, dass diese Biografie nicht sehr gut ist, das ist sie nämlich zweifelsohne, denn sie schafft es den Lebenslauf einer der erfolgreichsten Band der letzten Jahrzehnte mit alle den Streitigkeiten und Versöhnungen auf Basis von Erzählungen und Erlebnissen und viel Hintergrundwissen zu erzählen. Da es genau darauf ankommt und der Rest nur die Sahne beziehungsweise die Kirche auf der Sahne ist, ist das eigentlich nur Meckern auf hohem Niveau.

Fazit:
Mick Hall hat mit „Run To The Hill – Die offizielle Biographie von Iron Maiden“ der wahrscheinlich besten und erfolgreichsten Heavy Metal Band der letzten Jahrzehnte eine schriftliche Hommage geschenkt. Viele Informationen, auch privater Natur, tolle Bilder und detaillierte Informationen zu vielen Ereignissen der Bandhistorie und den Bandmitgliedern. Wäre das Layout und der Schreibstil noch besser, so wäre es ein perfektes Produkt, so ist es einfach nur sehr gut.



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